Geschichte der Schule

 

Geschichte der Dominikus-Savio-Schule

Die private Heimschule der Salesianer Don Boscos im Dominikus-Savio-Heim in Pfaffendorf bei Ebern wurde am 18. Oktober 1954 eröffnet.

Die Salesianer Don Boscos übernahmen damals die Buben und die Schule des im Krieg zerstörten Knabenwaisenhauses Aschaffenburg, aus ihrer Notunterkunft

in Fechenbach bei Miltenberg. Im Februar 1956 kam der dritte und vierte Jahrgang aus Karl stadt dazu, so daß bis Sommer 1967 drei Klassen mit ca. 120 Schüler bestanden

Um aus der räumlichen Enge im Schloß herauszukommen und um die Schule mit mehr Lehrpersonen ausstatten zu können, planten die Salesianer die Öffnung der Schule für die lernbehinderten Schüler der Umgebung und erhielten am 25.4.1967 mit Wirkung vom 1.9.1967 die Genehmigung für eine "Schule für Lernbehinderte und Erziehungsschwierige der Salesianer Don Boscos im Dominikus-Savio-Heim in Pfaffendorf, Landkreis Ebern" im Sinne von Art. 2 SoSchG wegen des besonderen Erziehungsauftrages der Heimschule. Bei gleichbleibender Schülerzahl von ca. 120 (bei häufigem Wechsel während des Jahres!) wurden Jahr für Jahr die Zahl der Klassen erhöht und damit die Schülerzahl pro Klasse erniedrigt. In Mürsbach wurde 1970 mit einem 1. Jahrgang der L-Schule begonnen, 1971 waren es drei Klassen. 1972 zogen diese mit 3 weiteren L-Klassen mit Schülern aus der Umgebung und den bestehenden 5 Klassen der Heimschule in die neugebaute Schulanlage jenseits der Weisach ein. Im September 1973 wurde die Schule in zwei selbständige Schulen geteilt, eine L-Schule mit 7 Klassen (ca. 160 Schüler) und eine E-Schule mit 6 Klassen (ca. 100 Schüler)

Am 6. Mai 1974 wurde das völlig umgestaltete Dominikus-Savio-Heim durch Bischof Josef Stangl (aus Würzburg) eingeweiht. Ein Satz aus der Festrede des damaligen Staatssekretärs im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung Dr. Vorndran: "Ich hoffe, die Öffentlichkeit nimmt davon Kenntnis, dass hier ein Werk errichtet wurde, das modellhaft zeigt, wie moderne Heimerziehung aussieht."

Die Klassenmesszahl sank Zug um Zug an der L-Schule von 22 auf 12 und an der E-Schule von 16 auf 10 Schüler, so dass sich die Zahl der Klassen vermehrte und die Klassenräume der Schule durch einen Erweiterungsbau 1980 von 15 auf 19 erhöht werden mußten. Danach erhielten die privaten Dominikus-Savio-Schulen am 13.2.81, nach dem vollen Ausbau, die staatliche Anerkennung nach Art. 20 EUG. Im Jahre 1981 und 1982 z.B. war die Schule mit 10 E-Klassen und 11 L-Klassen überbelegt, so daß 2 Klassen in Fachräumen untergebracht wurden.

Seit September 1986 wurden Diagnose- und Förderklassen an der Grundschule in Ebern aufgebaut. 1992 im Jahr der 25-Jahr-Feier bestanden 9 Klassen an der E-Schule, 6 Klassen der L-Schule in Pfaffendorf und 3 Diagnoseklassen in Ebern.

Im Schuljahr 1992 wurden die beiden Schulen, unter Einbeziehung der Sprachheilschule in Eyrichshof, zu einem

Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ)

zusammengefasst, um eine möglichst gute individuelle Förderung für jedes Kind leisten zu können. Ein Schulneubau für den Grundschulbereich in Ebern wurde bereits damals geplant.

(Text Hermann Rupprecht)